Umfrage: Kochen ist Lebensqualität
Anspruchsvolle Gerichte und frische gesunde Zutaten – die Deutschen haben die Lust am Kochen entdeckt. Der durchschnittliche Bundesbürger kocht häufig, abwechslungsreich und überwiegend gesund. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung, die das Forsa-Institut im Auftrag eines Herstellers für Küchengeräte durchgeführt hat. Die Studie bestätigt den allgemeinen Trend, dass die Deutschen sich zunehmend auf klassische Werte und Tugenden besinnen zu scheinen – vor allem das Kochen anspruchsvoller und frisch zubereiteter Gerichte gewinnt wieder an Bedeutung.
Für die Studie “Lebensraum Küche 2011: Wie kocht Deutschland?” befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa mehr als 3.000 deutsche Männer und Frauen zwischen 30 und 70 Jahren zu ihren Koch- und Essgewohnheiten. Alle Befragten lebten in einem Mehrpersonenhaushalt mit einem Nettoeinkommen von mehr als 2.500 Euro pro Monat.
Insgesamt scheint das Kochen in den deutschen Mittelschichtfamilien einen hohen Stellenwert einzunehmen, so das wichtigste Ergebnis der Umfrage. In mehr als zwei Drittel der befragten Haushalte kommt täglich eine frisch zubereitete warme Mahlzeit auf den Esstisch. Rund 68 Prozent der Befragten gaben an, dass in ihrem Haushalt jeden Tag eine warme Mahlzeit zubereitet würde. 97 Prozent gaben an, zumindest mehrmals pro Woche in ihrer Küche warm zu kochen. Vor allem die Wochenenden werden zum Kochen genutzt. Mehr als jeder zweite nimmt sich an den freien Tagen mehr Zeit, um frische Speisen am heimischen Herd zuzubereiten. Aber was landet eigentlich in den Kochtöpfen der Republik und dann letztendlich auf dem Esstisch?
Italienische Mittelmeerküche und Sonntagsbraten
Vor alle die mediterrane Küche scheint hierzulande einen bedeutenden Einfluss auf die Kochgewohnheiten auszuüben. 53 Prozent der Befragten geben an, häufig leichte mediterrane Gerichte zu kochen. Doch auch die einheimische Küche wissen die Deutschen zu schätzen. Jeder zweite kocht gerne einmal gutbürgerlich. Geringer als angenommen scheint der asiatische Einfluss auf die Kochgewohnheiten der Bundesbürger. Nur 23 Prozent messen der asiatischen Küche einen hohen Stellenwert bei. Der französischen Gourmetküche können nur die wenigsten etwas abgewinnen. Eine ganz besondere Bedeutung hat für etwa jeden Dritten noch immer der klassische Sonntagsbraten.
Kochen steigert Lebensqualität
Die Lust am Kochen scheint ungebrochen – für mehr als zwei Drittel der Deutschen bedeutet die die Zubereitung von Nahrungsmitteln Genuss und Lebensfreunde. Kochen gilt seit jeher nicht nur als Methode der Nahrungszubereitung, sondern auch als gesellschaftliches Ereignis. Auch jeder dritte Deutsche lädt mindestens einmal im Monat Freunde oder Verwandte zu sich nach Hause ein, um gemeinsam mit ihnen zu kochen. Inspirieren lassen sich die Deutschen dabei am häufigsten von Rezepten aus Kochbüchern (81 Prozent), Zeitschriften (60 Prozent) und dem Internet (59 Prozent). Kochsendungen im Fernsehen verfolgt nur etwa jeder Dritte und nennt diese als Inspirationsquelle.


